Die Entstehung des Zunftnamen

Als zur Mitte des vorigen Jahrhunderts die materiellen Verhältnisse der Bevölkerung noch einen geringen Stellenwert hatten, begaben sich viele Leute, hauptsächlich Bauern und Tagelöhner mit Pferde- oder Kuhfuhrwerken oder zu Fuß in die benachbarten Städte, um zum Zwecke des Lebensunterhaltes ihre meist landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf dem Markt zu verkaufen. So trug es sich zu, daß eine beleibte Schutterwälder Bauersfrau mit zwei Pflaumenkörben am Wegrand stand und auf Mitfahrgelegenheit wartete. Ein Altenheimer Bauer kam mit seinem Wagen, der von einem jugendlich-forschen Pferd gezogen wurde, um nach Offenburg auf den Markt zu fahren, wohin auch die Schutterwälder Bauersfrau wollte.
Sie wurde von dem Bauer mitgenommen, und stellte ihre Pflaumenkörbe hinter das Sitzbrett und nahm auf dem selben Platz.
Der schlitzohrige Bauer wußte um die leichte Schreckhaftigkeit seines Pferdes und knallte beim lauten "Hü-hott" noch zusätzlich mit der Peitsche. Das Pferd machte einen mächtigen Satz nach vorne und die schwere Bauersfrau fiel rücklings in ihre Pflaumenkörbe.

"Oje, jetzt sin alle Pflume verdruckt," stöhnte die Frau und rappelte sich mühsam aus ihren Körben. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Der Name "Schutterwälder Pflumedrucker" ist seither im ganzen Land bekannt.